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Von Insel zu Insel in Indonesien

Wir hatten keine Zeit, Malaysia zu bereisen, aber immerhin waren wir am Flughafen in Kuala Lumpur, da wir dort umsteigen mussten. Es gab auch japanisches Bier zu kaufen, sehr zu unserer Freude.

Am Anfang sah Bali sehr vielversprechend aus.
Die Sonne hiess uns willkommen und wir verbrachten einen Tag am Strand und tranken Bier, doch nicht viel später fing es schon wieder an zu regnen.
Kuta
So ging es dann jeden Tag. Erst Sonne, dann Regen.
Da wir aber immer so lange schlafen, verpassten wir die Sonne meistens.

Das Wetter in Kombination mit dem lauten Verkehr nahm uns unsere Reisemotivation und wir nahmen’s gemütlich. Durch die vollgestopften Strassen mir ihren hupenden Rollern und bunten Märkten spazierten wir trotzdem. Die Einheimischen waren sehr freundlich, doch etwa nach dem fünfzehnten «Hei Schätzchen, Lust auf Shoppen?» und «Hei Bro, schau dir mal meinen Shop an», hörten wir auf, «Nein, danke» zu sagen.

René hatte Indonesien bereits vor etwas mehr als fünf Jahren bereist und freute sich darauf, Christoph und Nici die Insel Gili Trawangan zu zeigen.
speedboat
Ein Schnellboot brachte uns dorthin und das Erste, was uns auffiel war, dass es überhaupt keinen Strassenverkehr hat.
Die einzigen Fahrzeuge sind Pferdekutschen, was wir zuerst süss fanden, bis wir merkten, wie schlecht die Pferde behandelt werden.
Viele waren abgemagert und man konnte die Rippen deutlich sehen. Einige atmeten schwer in der Hitze und sahen aus, als würden sie bald zusammenbrechen. Alle hatten Schaum vor dem Mund.
Das Schlimmste, was wir sahen, war ein Pferd, welches offene Wunden am Bauch hatte von den Riemen der Kutsche. Die Wunden waren blutig und mit Fliegen bedeckt.
Gehirn- oder Herzlose Touristen benutzen die Kutschen als Taxis und abgesehen von uns schien sich niemand an der offensichtlichen Tierquälerei zu stören.
Es war klar, dass die Tiere auch von ihren Besitzern geschlagen werden. Als wir versuchten, eines zu streicheln, weiteten sich seine Augen in Panik und es wich sofort zurück, obwohl wir uns sehr langsam genähert hatten und ihm sanft zuredeten.

Es war alles andere als einfach, die Tierquälerei zu ignorieren und zu versuchen, die Insel trotzdem zu geniessen.
Gili Trawangan ist nämlich ein wunderschöner Ort mit fast weissen Sandstränden und türkisblauem Wasser. Viele Restaurants erstrecken sich am Strand und Bäume spenden Schatten.
Unser erster Tag auf der Insel war sogar sonnig, also packten wir unsere Badetücher ein und gingen an den Strand.
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Wie immer unterschätzten wir die Sonne, nachdem unsere Haut sie mehrere Wochen lang kaum gesehen hatte, und wir alle drei hatten Sonnenbrand.

Die folgenden Tage waren wieder bewölkt oder regnerisch, was unserer Haut Zeit gab, sich zu erholen. Nervig war’s trotzdem.

Wie immer schliefen wir lange und gingen erst am Nachmittag essen, dann setzten wir uns trotz bewölktem Himmel an den Strand.

Schnorcheln ist toll auf Gili Trawangan.
Beim ersten Mal sahen wir bereits drei Wasserschildkröten!
Gili Trawangan-3
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Auch hat es viele bunte Fische und das Wasser ist angenehm warm, so, dass man am liebsten stundenlang herumtreiben und die Meereslebewesen beobachten möchte.

Nach ein paar Nächten in einer Herberge mit netten Angestellten, war die Frage, ob wir noch nach Lombok wollten um ein Vulkantrekking zu machen.
Der Vulkan war jedoch jeden Tag mit Wolken bedeckt und so entschieden wir uns dagegen. Stattdessen buchten wir ein Guesthouse welches näher am Strand war… und weiter weg von der Moschee. Normalerweise gefällt uns der Gesang von Moscheen, aber hier auf der Insel schallte er wirklich ununterbrochen auf uns ein. Die Insel ist ziemlich klein, hat aber vier Moscheen, welche so gut wie gar keine Gebetspausen machen. Wir fragen uns, ob es wohl am «sündenhaften» Benehmen der Touristen liegt und die Gläubigen das Gefühl haben, sich bei ihrem Gott dafür entschuldigen zu müssen. Wir wollen ja nicht respektlos klingen, aber es nervt wenn man ununterbrochen von allen Seiten mit (nicht besonders gutem) Gebetsgesang beschallt wird.

Gili Trawangan hat jedenfalls ein tolles Nachtleben zu bieten. Natürlich zieht das leider viele Partytouristen an und besonders René war enttäuscht, da vor fünf Jahren auf der Insel noch nicht viel los war.
Jetzt hat es einen Club neben dem anderen am Strand.
Es existiert jedoch ein gutes System: Jeder Club veranstaltet etwa einmal wöchentlich eine grosse Party und währenddessen bleiben alle anderen geschlossen. So gibt es keine Konkurrenzkämpfe.
Unsere Lieblings Location war die Sama Sama Bar, eine Reggae Bar, wo so ziemlich jeden Tag eine Bob Marley Coverband spielte.

Als es einmal nicht regnete, spazierten wir um die ganze Insel. Eigentlich wollten wir uns den Sunset Beach anschauen, wo sich René vor fünf Jahren tolle Sonnenuntergänge gesehen hatte.
Leider war es wieder eine Enttäuschung. Jeder kleinste Fleck wurde überbaut und jetzt reiht sich eine «Sunsetbar» and die Nächste.
Da es immer bewölkt war, hätte man eh keinen Sonnenuntergang gesehen… zumindest hatten wir ein wenig Bewegung.

René ging auch zweimal tauchen und sah sogar Haifische!
Gili Trawangan-4
Und beim Schnorcheln wurde er von einem Drückerfisch gebissen…

Nach etwa zehn Tagen auf Gili Trawangan, nahmen wir ein Schnellboot zurück nach Bali, wo wir ein Zimmer im Grandma’s Plus Hotel gebucht hatten.
Hier genossen wir etwas mehr Luxus und Christoph erledigte Einkäufe in Kuta.
Das Wetter war für einmal sogar richtig nett und wir alle versuchten zu Surfen- was für die Snowboarder René und Christoph definitiv einfacher war als für Nici. Doch sogar sie schaffte es, zumindest einmal auf dem Brett zu stehen.
Christoph verliess uns dann und flog am neunzehnten nach Hause.
Da René’s Geburtstag am einundzwanzigsten ist, verlängerten wir unseren Aufenthalt im Grandma’s Hotel und gönnten uns im dazu gehörenden Spa eine Massage.

Am 22. Januar nahmen wir wieder ein Schnellboot- dieses Mal nach Lembongan.
Diese Insel sah eigentlich auch sehr vielversprechend aus. Es hatte Verkehr, jedoch viel weniger als auf Bali.
Wieder war es am Tag unserer Ankunft sonnig und wir genossen etwa eine Stunde am Pool, bevor es zu regnen anfing.
Und dann regnete es wieder jeden Tag…
Naja, zumindest gab uns das die Möglichkeit, unsere zukünftige Reise zu organisieren und alle Flüge zu buchen.

Immerhin ein Tag war regenfrei, also mieteten wir einen Roller und fuhren einmal um die Insel. Lembongan hat schöne Klippen zu bieten und wir fanden sogar einen natürlichen Infinity Pool.
lembongan
lembongan-2
Wir wollten auch tauchen gehen um Mantas zu sehen, doch die Wellen waren zu hoch und kein Boot fuhr zum Manta Point.

Da wir dank des Regens nicht viel machen konnten, entschieden wir uns, vorzeitig zurück nach Bali zu gehen.

Dieses Mal buchten wir ein Zimmer im Grandma’s Plus Hotel am Flughafen, welches einen Pool hat und in der Nähe von zwei veganen Restaurants liegt.

Hier verbrachten wir unsere regnerischen Tage mit Netflix im Zimmer und die sonnigen am Pool, bis unser Flug uns am 31. Januar nach Australien brachte.

Auf Wiedersehen, Asien, und hallo, drittes Kapitel unserer Weltreise.

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