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2,5 Wochen in Unawatuna

Wir erreichten Colombo am Abend und der Flughafen sah sehr gemütlich aus.
Unsere Visa hatten wir online gekauft und den Stempel bekamen wir sofort.
Eine weitere nette Überraschung war, dass Uber existiert und dass es den Uber Taxis offenbar erlaubt ist, bis zum Flughafen zu fahren, daher hatten wir eine günstige Möglichkeit, zu unserem Guesthouse zu kommen.
Die Fahrt dauerte etwa eine Stunde und war sehr angenehm, da die Strassen gut sind, unser Fahrer sehr anständig fuhrt, es nicht viel Verkehr hatte und was am Wichtigsten ist: nicht viel Gehupe.

Das Guesthouse, wo wir drei Nächte gebucht hatten, machte auf uns auch einen sehr guten Eindruck. Der Besitzer war extrem freundlich und hilfsbereit und unser Zimmer gemütlich.
Wir schliefen natürlich aus, wie immer und suchten dann zuerst einmal eine Wäscherei, wo wir unsere schmutzige Wäsche abgeben konnten.
Danach spazierten wir umher bis an den Strand, wo wir etwas zu Essen fanden.

Sri Lanka ist definitiv anders als Indien. Die Strassen in Colombo waren nicht so voll und niemand starrte uns auf merkwürdige Art und Weise an. Generell scheinen die Leute hier Touristen sehr zu mögen, was sich in der sehr freundlichen Umgangsweise zeigt.
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Wir verbrachten unsere Tage in Colombo mit spazieren, um auf mindestens 10'000 Schritte täglich zu kommen, und um die Gegend kennen zu lernen.
Für’s Abendessen fanden wir ein veganes Restaurant mit leckeren Burgern.

Mit dem Zug ging’s dann schliesslich weiter vom Colombo Hauptbahnhof Richtung Süden, nach Galle.
Wir hatten eine Woche in der Crazy Coconut Villa in der nähe von Unawatuna gebucht, aber es stellte sich schnell heraus, dass eine Woche nicht genug war.
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Unser Zimmer kostete nur 15 Dollar pro Nacht, was sehr wenig ist in Anbetracht des grosszügigen Badezimmers, des eher guten Wlans, der Gästeküche und vorallem: des fast privaten Strandes.
Es war nicht der Unawatuna Strand selber, sondern ein kleiner, leerer, ohne Liegestühle, Sonnenschirme und Bars.
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Unser Hotel stellte einige Liegestühle zur Verfügung, welche man auf einer kleinen Anhöhe mit Sicht auf den Strand nutzen konnte, ohne dabei den Strand selber zu verschandeln.
Abgesehen von einigen Einheimischen und ein paar Spaziergängern, war der Strand menschenleer :-)

Um uns von der eher anstrengenden Reise über Bahrain zu erholen, verbrachten wir die ersten paar Tage nur am Strand.
Danach mieteten wir einen Roller und fuhren zum Erkunden durch die Gegend.

Die erste kleine Reise führte uns zu einer Teeplantage von Herman Teas, welche besonders für ihren Virgin White Tea berühmt ist.
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Wir hatten nicht mal gewusst, dass diese Teesorte existiert und waren ziemlich erstaunt darüber, zu hören, woher sie ihren Namen hat.
Offenbar war es früher in China nur Jungfrauen erlaubt, den Tee zu ernten.
Das hat sich mittlerweile geändert, was aber gleichgeblieben ist, ist dass man die Pflanzen noch immer nicht mit blossen Händen berühren darf.
Unser Führer, welcher uns die Plantaten kostenlos zeigte, machte uns auch mit Pfefferstauden, Kaffeepflanzen und Gummibäumen bekannt.
Schliesslich durften wir noch alle Teesorten probieren und bekamen sogar Kuchen.
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Der Virgin White Tea mundete uns sehr, ist aber viel zu teuer. Daher gaben wir uns mit einer Packung Lemon Grass Tea zufrieden.

Die Führung durch die Teeplantage dauerte weniger lang als erwartet, also stoppten wir auf dem Rückweg noch bei einer Schildkröten Auffangstation.
Dort genossen wir erneut eine Führung, bei welcher wir die verschiedenen Meeresschildkröten-Arten kennenlernten. Auch wurden uns die Patienten vorgestellt und wir durften sogar einige halten.
Manche der armen Tiere haben Beine bei Zusammenstössen mit Motorbooten, oder an Fischernetze verloren und müssen für immer in der Station bleiben, da sie im Meer nicht mehr überlebensfähig wären.
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Wir besuchten in der Zeit in Unawatuna auch noch einen Tempel auf einem Hügel. Der Tempel wurde unter einem grossen Felsen gebaut und ist über 2000 Jahre alt.
Innen ist alles ein Bisschen moderner. Die Bilder an den Wänden sind unterschiedlich alt, manche wurden vor einigen hundert Jahren gemalt, manche vor einigen Jahrzehnten. Der Boden besteht aus schönen, mosaikartigen Platten.
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In der Hoffnung, wilde Tiere zu sehen, machten wir auch noch einen Ausflug zum nächsten Regenwald Nationalpark.
Dort lehnten wir es ab, einen Führer zu nehmen, da wir einfach Lust auf einen gemütlichen Spaziergang hatten.
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Eventuell hätte uns ein Führer zu den Schlangen bringen können, nun sahen wir halt nur ein paar Echsen und ganz viele Blutegel.
Zum Glück hatten wir bereits gehört, wie man diese loswird, und hatten eine Packung Salz dabei.
Offenbar sind Blutegel wie Dämonen, denn das Salz in unseren Schuhen wirkte und hielt sie davon ab, sich an uns festzusaugen. Wir kamen uns jedenfalls vor, wie Charaktere in unserer Lieblingsserie: ‘Supernatural’ ;-)

Unawatuna ist eher touristisch und das Essen war für uns daher in den meisten Restaurants zu teuer, doch glücklicherweise fanden wir ein kleines, vegetarisches Familienrestaurant, wo Sri Lankas berühmtestes Essen (Reis und drei verschiedene Curries) für nur 350 Rupien verkauft wurde.
Es war köstlich :-)
sdr
René wollte noch surfen, also machten wir uns auf die Suche nach einem anderen Hotel, doch leider war alles viel zu teuer und schliesslich verlängerten wir unseren Aufenthalt in der Crazy Coconut Villa erneut.
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Erst als mehr Gäste ankamen und es uns zu eng wurde, entschieden wir, dass 2,5 Wochen am selben Ort genug sind.

Schliesslich wollten wir ja auch noch Sri Lankas Ostküste kennenlernen…

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