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Zeitdruck an der wilden Küste

Wir merkten schon in Lesotho, dass die Zeit langsam knapp wurde, aber nach einem Tag lang Autofahren und einer (überteuerten) Nacht in Mthatha wurde uns richtig bewusst, dass wir nicht mehr viel Zeit hatten, bis wir unseren Mietwagen in Kapstadt zurückgeben mussten.

Wir entschieden uns dafür, unseren Vertrag zu verlängern. Schliesslich wollen wir ohne Zeitdruck reisen und uns nicht um Datum und Uhrzeit kümmern müssen.
Im ersten Avis-Büro, welches wir besuchten, konnte uns die Angestellte nicht weiterhelfen. Sie sagte, wir sollten zum Flughafen fahren- nachdem sie uns dafür rügte, dass wir kein Zulu sprechen (sie dachte wohl wir seien aus Swaziland und nicht aus Switzerland).
Am Flughafen teilten sie uns mit, dass wir den Vertrag nicht einfach so verlängern können, weil er sonst einen Monat überschreiten würde und das wäre kompliziert und sehr teuer. Sie meinten es sei sogar günstiger, unseren Wagen zurück zu geben und einfach einen neuen zu mieten.
Aber der Punkt war ja, dass wir eben noch nicht nach Kapstadt fahren wollten, da wir immer noch ziemlich weit davon entfernt waren und genug Zeit an der Wild Coast verbringen wollten.

Tja, daraus wurde nichts und das bedrückte uns ziemlich.
Eigentlich hatten wir nach Mdumbi und Coffee Bay fahren wollen, aber in Mdumbi waren die Hostels ausgebucht wegen der Hochsaison. Nur im [Coffee Shack] an der Coffee Bay hatten sie Platz für uns, jedoch war der Campingplatz voll und wir mussten zwei nicht ganz günstige Dormbetten buchen.
Wir buchten zuerst zwei Nächte, aber dann merkten wir, dass wir ja am 31. Dezember weiterfahren müssten und das wäre ja doof gewesen.
Die Frau an der Rezeption war sehr freundlich und liess uns trotz grossem Andrang noch eine Nacht länger bleiben.
Immerhin hatten wir jetzt drei Nächte an der Wild Coast.

Die ersten zwei Tage verbrachten wir damit, uns am Strand einen Sonnenbrand zu holen, aber das war ziemlich entspannend nach tagelangem Autofahren.
Der [Coffee Shack] war ziemlich überfüllt, aber wir waren froh, da wir schliesslich Leute kennenlernen und feiern wollten ;-) Und das taten wir auch.
In der ersten Nacht hatten wir tolle Gespräche über Politik mit zwei deutschen Frauen, welche auch gerade auf Weltreise sind.
Später trafen wir dann auf eine Gruppe von Einheimischen und Halb-Einheimischen (aus Südafrika stammende Neuseeländer) und wir spielten alle zusammen ein Trinkspiel. Das funktionierte aber irgendwann nicht mehr, weil die Bar schon zu war und niemand mehr ein Getränk hatte.

Den zweiten Abend verbrachten wir damit, an unserem Blog zu arbeiten und Videos zu schneiden, dann gingen wir früh ins Bett, weil wir am nächsten Morgen den Sonnenaufgang gucken wollten… um den letzten Tag vom Jahr 2016 würdig zu beginnen.
Das taten wir auch und es war wunderschön!!! :)
Alle, also auch alle, die wir kennengelernt hatten, hatten sich für einen Silvesterausflug angemeldet, welcher den ganzen Tag dauerte. Wir hatten uns nicht angemeldet, weil wir nach dem Sonnenaufgang wieder ins Bett wollten.
Wir erwachten aber wieder vor 10 Uhr und die anderen waren gerade am Aufbrechen. Wir bereuten, dass wir uns nicht eingeschrieben hatten, da wir nicht noch einmal einen ganzen Tag am Strand verbringen wollten.
An der Rezeption erkundigten wir uns nach den angebotenen Surf-Lektionen, aber man teilte uns mit, dass an dem Tag alle Kurse wegen dem Silvesterausflug abgesagt waren.
Wenigsten freuten sich die Strandhunde und wieder zu sehen.

Unsere einheimischen und halb-einheimischen Freunde waren aber glücklicherweise am Abend wieder zurück und wir tranken zusammen Gin Tonic und redeten über das vergangene Jahr- bevor wir an die Silvesterparty im Coffee Shack gingen.
Offenbar hatten alle im Verlauf des Tages ein Eintrittsbändel bekommen… ausser uns.
Man liess uns aber trotzdem rein, da wir den Dormschlüssel vorweisen konnten.

Die Feier war super, aber René hielt nicht lange durch. Nici blieb bis am nächsten Morgen früh. Einige kletterten im Morgengrauen auf den Hügel, um den Sonnenaufgang anzuschauen. Nici ging mit, aber es war sehr wolkig und man sah überhaupt nichts von der Sonne. Glücklicherweise hatten wir den Sonnenaufgang schon gesehen- und waren sogar die Einzigen ;-)
Wir wussten, dass es ziemlich doof war unseren Roadtrip am Neujahrstag fortzusetzen, aber wegen dem Zeitdruck blieb uns nichts Anderes übrig.
René war nicht fit genug zum Fahren und Nici hatte nur zwei Stunden geschlafen, dafür weniger getrunken. Also fuhr sie.
Und prompt wurden wir von der Polizei angehalten.
Sie schienen sich glücklicherweise nicht für unseren Mietvertrag zu interessieren (in welchem nur René als Fahrer erwähnt wurde, da Nici unter 25 ist und mehr hätte bezahlen müssen), also passierte nichts.

Eine Südafrikanerin hatte uns empfohlen, nach Hogsback zu fahren und im [Away with the Fairies Backpackers] zu übernachten, welches nur 5 Stunden entfernt war und auf unserem Weg lag.
Es ist unglaublich schön dort!
Das Hostel liegt mitten in einem magischen Wald, mit Bäumen, welche hunderte von Jahren alt sind. Man sagt, an diesem Ort habe Tolkien seine Ideen für den Hobbit gehabt.
Es fühlt sich auch wirklich sehr mystisch an dort, mit den riesigen Schmetterlingen, die rumflattern und dem Vogelgesang und das Hostel selber ist sehr schön bemalt, mit Bildern von Feen und Blumen.
Es wäre wunderschön gewesen, durch den Urwald zu wandern, aber leider hatten wir zu wenig Zeit und konnten nur eine Nacht bleiben.

Am nächsten Tag fuhren wir sehr lange und landeten leider an der Garden Route- welche wir eigentlich hatten vermeiden wollen, weil dort nur Reiche und Touristen sind.
Wir blieben eine Nacht in Oudtshoorn, in einem Backpackers Hostel bei sehr netten Leuten. Trotzdem waren wir froh, dass wir nicht allzu lange in dieser Stadt bleiben mussten, weil es eine Touristen-Gegend ist wo unglaublich viele tierquälerische Attraktionen angeboten werden. Wir wurden gefragt ob wir Straussenreiten, Käfigtauchen mit Haien, oder Löwen und Geparden im Park streicheln wollten. Es gab auch Käfigtauchen mit Krokodilen oder Fischen. NEIN DANKE.

Wir haben bereits erwähnt, dass wir keine tierquälerischen Attraktionen unterstützen wollen und wir verstehen nicht, wieso manche Leute das überhaupt tun.
Die Menschen sollten lernen, die Natur zu respektieren und sie nicht zu zerstören.
Man kann einen See geniessen, ohne seine Bewohner zu töten, Strausse und andere Tiere in Naturreservaten besuchen, ohne sie anzufassen und wenn man mit Haien tauchen will, kann man das ohne Käfig tun.
Haie werden absichtlich provoziert, um die Touristen zu unterhalten. Es ist üblich, Tierblut ins Wasser zu giessen oder eine künstliche Robbe hinter dem Boot herzuziehen, um die Haie anzulocken. Diese erwarten etwas zu Essen und werden enttäuscht, was sie logischerweise frustriert und aggressiv macht.

Wie dem auch sei, jedenfalls nahmen wir beim Weiterfahren die Route 62, welche durch wunderschöne Landschaften führt- vergleichbar mit der Route 66 in den USA.

Und dann landeten wir in Kapstadt- der Stadt die alle lieben. Alle? Naja, wir sind schliesslich nicht «Alle», aber mehr über Kapstadt in unserem nächsten Blogpost…

5 Comments

  1. Roli sagt:

    Hej dir zwöi!
    Seid getrost: den Unterschied zwischen Swaziland und Switzerland kennen weltweit offenbar viele nicht… 🙂
    (aber Zulu solltet ihr nun schleunigst und definitiv lernen… 🙂 )

    Du aber säg iz mal: Käfigtauchen mit Haien geht ja schon gar nicht; aber mit Löwen ??? 😉 …geht ja GAAAR überhaupt nicht, die ersaufen ja!

    • Nussi sagt:

      Hehe danke füre Hiiwis 😉 weme hurti schnäu e text usem Englisch is Dütsch übersetzt, gö mängisch Kommas vergässe ^^

  2. Anonymous sagt:

    Hallo dir zwöi! Aendlech geits mir besser nach der Grippe u so han ig wieder Luscht gha der PC ufztue… im Nachhinein wünsche ig öich no aues Liebe u Guete
    im 2017 u natürlech witerhin tolli Abetür i däm ungloublech intressante Land… ig gniesse di schöne u spannende ufnahme u natürlech o d’Videos mit der guet
    usgwählte Musik!!
    Je vous souhaite beaucoup de plaisirs et et toujours BONNE CHANCE
    GROS BISOU de GRAND“MAMAN

  3. harald sagt:

    HEYHEY,
    ALL THE BEST IM NEUE JAHR UND EUCH WEITER GUATS REISE JETZ GEN NORDE!!
    GLG VO MALIBAUD MIT ALLE 2 UND VIERBEINER/INNE.
    🙂
    Merci beaucoup für’s Mitreise lasse!

    dr switzerland/swaziland-joke war super!!!