Einmal Pretoria und zurück, bitte.
07/12/2016
Ab in die Wildnis
20/12/2016
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Irgendwo in Afrika

René gewöhnte sich ziemlich schnell an den Linksverkehr und Nici konnte akzeptieren, dass sie auf dem linken Vordersitz keine Kontrolle über das Fahrzeug hat.
Wir hatten uns die Offline-Karte unserer Route heruntergeladen und fanden das Bush Babies Monkey Sanctuary ohne uns zu verfahren (was als grosser Erfolg zu werten ist).

Das Bush Babies Monnkey Sanctuary

Das Bush Babies Monnkey Sanctuary bietet 153 Affen verschiedener Arten ein Zuhause, welche grösstenteils als Haustiere gehalten und dann ans Sanctuary gespendet wurden, als sie gross und «nicht mehr so süss» waren.
Im Sanctuary erlernen sie ein natürliches Leben in einem riesigen Gehege, welches grosszügig mit Bäumen bepflanzt und mit diversen Sitzgelegenheiten für die Affen ausgestattet ist.
Sie werden zwar gefüttert, aber die Pfleger verstecken ihr Futter oft unter Steinen, damit die Affen danach suchen müssen.
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I like to move it move it
Da wir auf Attraktionen, welche Tiere ausbeuten, verzichten (u.a. Raubtier Parks, Käfigtauchen mit Haien und Straussenreiten) war das Bush Babies Monkey Sanctuary der perfekte Ort für uns. Es hilft Affen und Lemuren, welche entweder ausgebeutet oder in unnatürlichen Verhältnissen gehalten wurden und vermittelt Menschen, welche sich für eine Tour durch das Sanctuary entscheiden, Basiswissen über Affen und Lemuren.
Es ist sehr wichtig, Sanctuaries und andere tierfreundliche Attraktionen zu unterstützen, indem man sie besucht oder für sie spendet.

Nici hatte sich schon seit Tagen auf das Monkey Sanctuary gefreut und René war froh, das ihr «Bush Babies, wir sehen bald die Bush Babies»-Gesang endlich vorbei sein würde.
Unser Tourguide war sehr freundlich und wir waren zum Glück die einzigen in unserer «Gruppe». Die Affen, welche früher einmal als Haustiere gehalten worden waren, sind sehr zutraulich und kletterten auf unsere Schultern. Andere waren zu Taschendieben erzogen worden und versuchten, uns auszurauben ;-)
Wir verliebten uns sofort in die Bewohner des Sanctuarys und es fiel uns schwer, uns wieder von ihnen trennen zu müssen. Wir sahen leider keine Bush Babies (Koboldmakis), aber Nici hatte genug Süsses für einen Tag gesehen.

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Mr. Bonné
Das Elangeni Resort

Nach der Affen-Tour mussten wir zuerst nach Johannesburg zurückfahren, um einen kaputten Gaskocher, welchen wir am Tag zuvor gekauft hatten, zu retournieren.
Danach machten wir uns wieder auf den Weg und fuhren zum Elangeni Resort in Mpumalanga.

Der Campingplatz war so gut wie leer und wir installierten unser neues Zelt, welches sich als sehr stabil erwies und sogar einem Sturm trotzte.
Am ersten Tag im Camp probierten wir einen der Wanderwege aus, kamen aber nicht weit, da wir uns von einer Horde wilder Hunde verfolgt glaubten.
Wir gingen also zum Camp zurück und fragten die Managerin nach den Hunden, sie hatte aber noch nie etwas von wilden Hunden in der Gegend gehört.

An diesem Abend bekamen wir noch netten Besuch von einem Pferd, welches frei in der Gegend rumspazierte und es offensichtlich lustig fand, an allem zu knabbern, was wir besitzen.

An unserem zweiten Tag im Elangeni-Resort wurden wir vom Manager zusammen mit einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen (hauptsächlich Waisenkinder), welche zusammen mit einigen Sozialarbeitern einen Ausflug machten, zu einem etwas abgelegenen Wanderweg gefahren.
Wir besuchten zwei wunderschöne Wasserfälle und konnten nicht widerstehen, uns eine Dusche zu gönnen ;-)

Auf dem Rückweg (wir sassen zusammen mit den Kids auf einem Traktor-Anhänger), sahen wir einige Giraffen und Büffel- was sogar den Manager des Resorts überraschte. Offenbar gehören die Tiere zu einem privaten Naturreservat eines teuren Hotels.
Für uns war es ein kostenloser Vorgeschmack auf unsere Safari :)

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Blyde River Canyon

Nach ein paar weiteren Stunden Linksverkehr und haufenweise Schlaglöchern, erreichten wir die Blyde Canyon Gegend, wo wir beinahe einen Pavian überfuhren.
Dort buchten wir einen Zeltplatz für R440 pro Nacht im Forever Resort. Wir waren entsetzt über den hohen Preis- schliessllich hatten wir unser eigenes Zelt dabei und benötigten nur 4qm und eine Toilette. Das Forever Resort wird sogar im Lonely Planet erwähnt. Dort steht, ein Zeltplatz koste bloss R120 pro Person und Nacht.
Wir wurden aber darüber informiert, dass es in der Gegend mehrere Wanderwege gibt. An dem Abend probierten wir den Kürzesten aus und wurden mit einer wunderschönen Umgebung belohnt (welche sich als Teil eines zum Camping-Platz gehörenden Naturreservats herausstellte) und einem Kudu, einem Springbock und einer Pavian-Familie. Nach all dem erschien uns der Preis als angemessen, schliesslich hätten wir mehr bezahlt, wären wir bereits in den Krüger Park gefahren.

An unserem zweiten Tag im Forever Resort verbrachten wir den ganzen Tag mit wandern und kombinierten mehrere der Wanderwege miteinander. Wir sahen zwar keine Leoparden auf dem Leoparden-Weg und da die Sonne nicht schien auch keine Schlangen, aber die Aussicht auf den Blyde Canyon und die vielen Wasserfälle, Teiche und Höhlen, die wir sahen, waren uns die Mühe wert. Auf dem Rückweg trafen wir wieder die Pavianfamilie, zwei Mütter mit Babies, welche überhaupt nicht scheu waren und offenbar gerne für Fotos posierten. Dieses Mal schossen wir sogar ein paar tolle Bilder :)

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3 Comments

  1. Susanna sagt:

    Extrem idrücklech die Landschaft,
    Spannend u unterhautsam dr Bricht!😚

  2. harald sagt:

    WOW!! SUPR PICS!!! THANKS A LOT! FOR LETTING US JOIN YOU!! H&R et Malibaud

  3. leeah sagt:

    iiiiiiiiiiiiiiiiiiih! <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3

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